BICS veranstaltet ein Training zu Marketing und Markenentwicklung in landwirtschaftlichen Genossenschaften in Deutschland

Im Februar veranstaltete das Institut für Genossenschaftswesen (IfG) im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Good Marketing and Branding Practices in Agricultural Cooperatives” ein einwöchiges Trainingsprogramm für Vertreter von 30 rumänischen Agrargenossenschaften. Das Programm kombinierte akademische Beiträge mit praktischem Lernen und Exkursionen und ermöglichte so einen regen Austausch zwischen Forschung und Praxis.

Die Schulung begann an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Fachvorträgen von Dr. Volker Petersen (Deutscher Raiffeisenbund) über das deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftssystem und von Guido Seedler (Deutscher Raiffeisenbund) über europäische und internationale Getreidemärkte. Darüber hinaus gab Lea Fließ (Forum Moderne Landwirtschaft) wertvolle Einblicke in Kommunikationsstrategien und den Dialog zwischen dem Agrarsektor und der Gesellschaft. Interaktive Workshops unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Hanisch, Prof. Dr. Marcel Robischon und Dr. Agustina Malvido konzentrierten sich auf die Rolle von Genossenschaften als Akteure der Wertschöpfungskette und auf praktische Marketing- und Markenstrategien entlang der Agrar- und Lebensmittelkette.

Ein zentraler Bestandteil des Programms waren Studienbesuche bei landwirtschaftlichen Genossenschaften in Brandenburg, darunter AGRAVIS Ost Fürstenwalde, Unterspreewald eG (Dürrenhofer), Spreetal eG, Agrargenossenschaft Uckro eG und Biokräuterei eG. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in verschiedene Geschäfts- und Vermarktungsmodelle, die von Vertragsverkäufen und Logistikdienstleistungen bis hin zu regionalem Branding, Direktvermarktung, ökologischer Produktion und gemeinschaftlich unterstützter Landwirtschaft reichten.

Der Austausch war geprägt von einer offenen und engagierten Lernatmosphäre. Die deutschen Genossenschaften berichteten ausführlich über ihre Erfahrungen und Herausforderungen, während die rumänischen Teilnehmer vielfältige Perspektiven aus ihrer eigenen Genossenschaftspraxis einbrachten. Das Programm unterstrich den Wert des Peer-Learning und der internationalen Zusammenarbeit für die Stärkung genossenschaftlicher Wertschöpfungsketten und Vermarktungskapazitäten. Mit dieser Erasmus+-Fortbildung hat das IfG seine Rolle als Vermittler für den internationalen Wissensaustausch über genossenschaftliche Entwicklung und nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme weiter gestärkt.

 

Nach oben scrollen
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.