Feierlichkeiten zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2025 der Vereinten Nationen: Initiative zur Posterausstellung von Studierenden

Seit 2007 wird der Kurs „Kooperation und genossenschaftliche Organisationen“ für Masterstudierende der Fachrichtungen Agrarökonomie, Ländliche Entwicklung und Integriertes Management natürlicher Ressourcen an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) angeboten. Seit 2020 haben rund 250 Studierende den Kurs erfolgreich abgeschlossen, was die anhaltende Relevanz genossenschaftlicher Themen unterstreicht.

Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Jahres der Genossenschaften“ untersuchten Studierende dieses Kurses gemeinsam mit Kommilitonen aus dem Masterstudiengang „Urban Geographies“ (HU) und Studierenden der Technischen Universität zu Berlin praktische Lösungen, die Genossenschaften für die Transformation von Wirtschaftssystemen bieten. Während des gesamten Semesters führten die Studierenden Recherchen zu spezifischen Themen und Fallstudien durch, die in Posterpräsentationen gipfelten, zu denen sie Feedback von Dozenten und Kommilitonen erhielten. Von den 45 Postern, die im Kurs „Co-operation and Co-operative Organizations“ präsentiert wurden, wurden 10 ausgewählt, um sich mit Beiträgen aus den anderen Studiengängen zu messen.

International Year Coops Humboldt Universität Berlin BICS Author: Claudia Burger

Eine erste Gruppe von Postern befasst sich mit der Rolle von Genossenschaften für die Resilienz und den systemischen Wandel innerhalb von Wertschöpfungsketten. Dazu gehören Fallstudien und Analysen, beispielsweise zum Wachstum und zur Entwicklung des neuseeländischen Molkereiriesen Fonterra, zur entscheidenden Rolle indischer Genossenschaften für die Resilienz der Lebensmittelwertschöpfungskette während der COVID-19-Pandemie sowie zu der Herausforderung, die Genossenschaften für traditionelle Geschäftspraktiken und institutionelle Logiken darstellen. Ein weiteres Poster modelliert die Resilienz gegenüber schwankenden landwirtschaftlichen Erträgen mithilfe virtueller Agenten in Genossenschaftsmodellen.

Eine zweite Gruppe befasst sich mit Nachhaltigkeit und klimabezogenen Anpassungsmaßnahmen durch genossenschaftliche Modelle. Dazu gehören Erkenntnisse aus den „Resident Owned Communities“ in den USA zum Thema genossenschaftliches Wohnen im Hinblick auf Klimaresilienz sowie die Untersuchung der gemeinsamen Energienutzung in der gesamten EU als mögliche genossenschaftliche Initiative. Das Beispiel „Subak Bali“ verdeutlicht, wie eine traditionelle Form der Zusammenarbeit Mensch, Natur und Spiritualität in Einklang bringen kann.

Schließlich wurde im Zusammenhang mit der genossenschaftlichen Unternehmensführung anhand einer Fallstudie aufgezeigt, wie groß eine Genossenschaft werden kann, ohne dabei ihre demokratische Unternehmensführung aufzugeben. Darüber hinaus eröffnen die gegenseitigen Vorteile von landwirtschaftlichen Photovoltaik-Projekten (Agri-PV), die in Genossenschaftsmodelle integriert sind, weitere Möglichkeiten für innovative Lösungen.

Als Veranstalter der Initiative koordiniert das Genossenschaftsforum e.V. den abschließenden Plakatwettbewerb und die Präsentation, die für den 22. Oktober 2025 im Senaatsaal der Humboldt-Universität zu Berlin geplant sind. Hier können Sie sich anmelden: <https://tf2b10609.emailsys1a.net/189/7939/a70ade8d9c/subscribe/form.html?_g=1756974778>

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