Herzlichen Glückwunsch an Margitta Minah, die Ende Januar 2022 ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Die Rolle von Bauernverbänden in der ländlichen Entwicklung: Eine Neubetrachtung ihrer Mitgliederzahlen, Auswirkungen und externen Unterstützung“ verteidigt hat
Bauernorganisationen, wie Genossenschaften, Verbände oder Erzeugergemeinschaften, sind Selbsthilfegruppen, die in vielen ländlichen Gebieten im Globalen Süden zu finden sind und theoretisch Dienstleistungen zur Steigerung der Produktivität, der Einkommen und der Armutsbekämpfung von Kleinbauern anbieten. Viele Bauernorganisationen sind jedoch von staatlicher oder finanzieller Unterstützung abhängig und scheitern häufig.
Es bleibt unklar, inwieweit und unter welchen Bedingungen Bauernorganisationen die Lebensbedingungen von Kleinbauern in Ländern des Globalen Südens tatsächlich verbessern, insbesondere angesichts der ungleichen Beteiligung der Haushalte. In ihrer Dissertation kombiniert Margitta Minah die Theorie des genossenschaftlichen und kollektiven Handelns und wendet gemischte Methoden an, um besser zu verstehen, wie Bauernorganisationen den (insbesondere benachteiligten) Kleinbauern greifbare Vorteile bringen und wie Entwicklungsakteure sie dabei unterstützen können. Sie enthält vier von Fachleuten begutachtete Artikel, die Erkenntnisse über die Aktivitäten der Bauernorganisationen, ihre Mitgliedschaft, ihre Auswirkungen und die möglichen Folgen staatlicher Unterstützung präsentieren.